Foodvenience: Der neue Lifestyle an der Tankstelle

Foodvenience

Flexiblere Arbeitszeiten, neue Lebensstrukturen oder verändertes Freizeitverhalten – die Liste mit den Gründen, warum die Deutschen so mobil sind wie noch nie, ist lang. Die Folge: Nur noch 42 Prozent kochen ihr Essen laut der GfK-Studie „Consumers‘ Choice 2015“ selbst. Das Prinzip „to go“ ist deutlich auf dem Vormarsch.

Den Anfang machte der Kaffee, heute sprießen neben modernen Fast-Food-Ketten auch neue Retail-Konzepte aus dem Boden. Denn wird weniger gekocht, müssen Händler neue Absatzwege finden, um Umsatzeinbußen zu vermeiden. Rewe ist beispielsweise mit Restaurant-Inseln erfolgreich.

Lebensmittelverkauf und Gastronomie verschmelzen zunehmend. Von Foodvenience ist die Rede. Das Konzept offener Küchen, hochwertiger, frisch zubereiteter Produkte oder ein umfangreiches Angebot an modernen Convenienceprodukten zu günstigen Preisen wird sich demnächst auch in deutschen Tankstellen wiederfinden. Der Blick nach Amerika zeigt, wie schnell und umfassend sich der Wandel vollzieht. Hier werden inzwischen neben Kraftstoff an der Station Salate, Burger oder Eissorten vor Ort frisch zubereitet, selbst vom Kunden zusammengestellt und dekoriert. Diese sowie zahlreiche weitere Daily-Deli-Angebote oder Bäckereikonzepte machen in den USA den Einzelgastronomen das Leben schwer. Schließen aber gleichzeitig in ländlichen Gebieten auch die Lücke zum wenig vorhandenen Einzelhandel.

Und in Deutschland? Die Entwicklung wird vergleichbar sein. Auch hier wird sich in absehbarer Zeit Foodvenience durchsetzen. Laut dem Crest-Verbraucherpanel des Marktforschungsinstituts npdpgroup stiegen die Ausgaben für den Sofortverzehr im Handel von 897 Millionen Euro im Jahr 2010 auf rund eine Milliarde im Jahr 2014 an. Mit diesem Rückenwind freuen wir uns schon jetzt auf die ersten selbst zubereiteten veganen Pizzen oder auf das Frozen Joghurt mit frischen Beeren von der heimischen Tankstelle. Mehr noch: Die Tankstelle wird zu einem zentralen Touchpoint im Leben der Konsumenten und zu einem wichtigen Baustein in der Marketingkommunikation. Wer mobile Zielgruppen zukünftig erreichen und den finalen Verkaufsimpuls setzen will, denkt demnach vor allem über Werbung auf Zapfpistolen, Tankstellen-Türen oder digitalen Screens im Tankstellenshop nach.

Mehr zum Trend „Foodvenience“ lesen Sie auch hier: http://www.globalcstorefocus.com/newsletter/201609/A-new-animal-Why-foodvenience-represents-the-future-by-Joe-Bona

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