Interview Thorsten Huneke

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Buzz tanken zum Jahreswechsel
2014 – ein bewegtes Jahr: Die Diskussion um owned und earned versus paid media ist im vollen Gange, Content ist weithin king und die Wachstumsprognosen für 2015 sind laut OWM „verhalten optimistisch“. Auch Alvern Media blickt auf spannende Monate zurück. Thorsten Huneke, Vertriebsdirektor DACH, fasst kurz zusammen, was am Touchpoint Tankstelle los war und warum gerade hier im nächsten Jahr ganz schön viel „Buzz“ auf Werbungtreibende zukommt.
Alle reden von Online und Bewegtbild, mit welchen Argumenten kann Alvern punkten?
Huneke: „Das Werbeumfeld Tankstelle wird deutlich unterschätzt und hat auch in Zeiten von Bewegtbild hervorragende Argumente: Die Tankstelle ist ein Landmark für die deutsche Bevölkerung und bildet eine zentrale Anlaufstelle im Leben der Menschen, sei es zum regelmäßigen Tanken oder für den Einkauf zwischendurch. Die Zahlen sprechen für sich: Laut AMA erreichen FillBoards™ 42,5 % der über 14-Jährigen. Mehr noch: Die Werbebotschaft trifft auf kaufkraftstarke Zielgruppen, unter anderem bildungsstark und mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 2.500 Euro. Und nicht zu vergessen die Nähe zum PoS, die zum direkten Abverkauf führt.“

Reichweite ist das eine, aber kann ich an der Tankstelle Image aufbauen?
Huneke: „Wir sind davon überzeugt! Deutsche Konsumenten sind wählerisch und legen auch an Orten wie der Tankstelle Markenbewusstsein an den Tag. Das zeigt sich schon allein bei der Wahl der Tankstelle. Eine Analyse des Forschungsinstitutes YouGov hat aktuell festgestellt, das JET und HEM zu den Lieblingsmarken der Deutschen zählen, noch vor Marktführer Aral. Zum Imageaufbau einer Marke gehört neben einem zielgruppenaffinen Umfeld auch der nachhaltige Kontakt mit der Zielgruppe. Eine reine TV- oder Online-Kampagne ist heute nicht mehr effizient genug. Es kommt auf den entscheidenden Mix und ein stringentes Storytelling an. FillBoards™ sind Teil der Lebenswelten der Menschen, sie bieten Raum für intensive Kontakte, werden als glaubwürdig eingeschätzt und schaffen die direkte Ansprache entlang der Mobilitätskette. Perfekte Bedingungen für den Imageaufbau.“

Welche Werbungtreibenden haben es 2014 richtig gemacht?
Huneke: „Ein gutes Beispiele für FillBoard™-Marketing liefert zum Beispiel Vodafone. Die Marke verlängerte ihre Roaming-Kampagne in den Sommerferien konsequent an der Tankstelle. Dabei selektierte Vodafone die Standorte nach Grenzgebieten ins europäische Ausland und vermied so Streuverluste. Red Bull erzeugte im September über DoorMedia™ Abverkaufsimpulse für Produkte im Shop und der öffentlich-rechtliche Radiosender SWR 1 warb im Oktober gezielt auf Zapfpistolen im Sendegebiet für einen Radioevent. Mit Erfolg: Mehr als 10 Millionen Kontakte erreichte die Kampagne und konnte viele Hörer aktivieren. So posteten begeisterte SWR-1-Fans sogar im Netz Bilder der Kampagne.“

Und was erwartet uns 2015 von Alvern?
Huneke: „Zunächst mal bleibt auch in den nächsten Jahren das kraftstoffbetriebene Auto des Deutschen liebstes Kind, entgegen aller Behauptungen. Das belegen zahlreiche Studien, unter anderem die Shell-Szenarien, und auch der weitere Anstieg der PKW- und Motorrad-Erstzulassungen. Aktuell liegt die Zahl bei 48. Mio. Hauptreisemittel zur Arbeit, in den Urlaub und für Freizeitaktivitäten ist nach wie vor das Auto. Die Tankstelle nimmt also auch 2015 eine zentrale Stellung für die Ansprache attraktiver Zielgruppen ein. Wir arbeiten in unserem Marketing- und Vertriebsteam mit Hochdruck an neuen Angeboten und nehmen vor allem regionale Belegungsstrategien oder Multi-Channel-Kampagnen ins Visier. Warum? Werbungtreibende können über FillBoard™-Marketing selektieren und gleichermaßen Reichweite aufbauen. Und Multi-Channel-Kampagnen brauchen den Hub ins Netz. Den letzten Impuls, Marken auch in anderen Kanälen wahrzunehmen, kann Werbung an der Tankstelle geben. Ein Online-Buzz entsteht offline und ganz nebenbei beim Tanken.“

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